Der Baum

Als die Welt noch jung war,
stand er schon.
Seine Wipfeln streichelten den Himmel,
seine Wurzeln durchzogen die Erde.
Er der erste,
er der ewige.
Vater aller Bäume,
König aller Wälder.
Stolz hat er jedem Sturm getrotzt,
jedes Unglück ausgeharrt.
Doch die Zeit, die Ewigkeit geht auch an ihm nicht spurlos vorüber.
Die Uhr sie Tickt, die Stunden fliehen.
Die Blätter welken,
der Stamm wird Morsch.
Es geht mit ihm zu ende wie mit allem auf der Welt.
Doch wo seine Melodie bald endet,
sich ein Sprössling stolz erhebt.
Wenn der Vater einst zugrunde Geht,
das Kind bereits erscheinen wird.
So und nicht anders ist der Lauf der Welt.
Wo ein Ende auch ein Anfang folgt.
Steter Wandel,
Kreislauf der Ewigkeit.
Die Nebellaterne


