Heimweg im Dunkeln
Regen prasselt auf die Straße.
Häuser liegen dunkel dar.
Wasser sammelt sich in Mulden, bildet Teiche, Seen gar.
Einsam und frierend wandere ich durch die Stadt, bemüht all jenen Meeren auszuweichen, während über mir der Donner grollt.
Schnell noch eine Straße weiter dann bin ich daheim, während Wind und Regen mir entgegen kommen.
Da was ist das?
Dort an der Mauer?
Es hat sich dort doch was bewegt.
Oder war es nur ein Blatt mit dem der Wind jetzt spielt?
Nein schon wieder diesmal dort, einem Tentakel gleich hat sich dort der dunkle Schatten kurz nach vorn gestreckt.
Einbildung das sag ich mir und stürme nun noch schneller durch den Regen.
Plötzlich ein Geräusch, fast vom Wind verschluckt, ein Gewimmer, einem Kind gleich das nach seiner Mutter ruft?
Mir wird kalt, doch nicht die Kälte die der Regen mit sich führt, eher innerlich ein Frieren, Schaudern ängstlich sein. Schneller schreite ich nun weiter, fast schon renne ich, ständig flüsternd: „Nicht real, Einbildung.“
Das Geräusch kommt näher, hört sich fast schon menschlich an, ich bleibe stehen; lauschen.
Klingt als rufe es nach mir.
„Junge, komm“
Wer kann das nur sein.
Suchend schaue ich mich um, versuche dunkle Schatten und auch Regenschleier zu durchbrechen, doch da ist nichts.
„Junge, komm“
„Wer ruft da?“ frage ich ganz leise, ängstlich.
„Junge, komm“
„Wer ruft da?“ frage ich nun lauter, mit zittern in der Stimme.
„Junge, komm“
„WER RUFT DA!“ Schreie ich nun aus vollem Halse, in der Hoffnung meinen unsichtbaren Verfolger so zu vertreiben.
Stille, nur der Regen der noch leise auf die Straße fällt.
Windstill ist es plötzlich, und der Donner schweigt.
Die Nebellaterne


